12.10.13 - 11:00

Dieses mal gab es ein Luxusfrühstück mit kalten Pfannkuchen. Dafür aber auch schon vor fünf Uhr. Um halb sechs sind wir zur Sol de Mañana gefahren. Bei Sonnenaufgang sahen die Dämpfe, die da aus dem Boden kamen, schon toll aus. Danach hatten wir etwas Zeit in einer heißen Quelle zu baden. Da sind meine Füße dann auch aufgetaut, heute früh war das nämlich eiskalt! Sogar mein Bikini ist bei dem Versuch ihn zu trocknen, etwas eingefroren. Von der Laguna Blanca ging es zur Laguna Verde. Aber leider wird die erst nach dem Mittag grün. Einreise nach Chile hat problemlos geklappt - mehr unter Chile ;-)

11.10.13

Heute wurden wir wieder ordentlich im Auto durchgeschüttelt. Nach dem Frühstück ging es weiter durch einen ausgetrockneten See, zwischen Lavagestein und Vulkanen bis zu der ersten Lagune : Laguna Canapa. Während der Nacht war es ziemlich kalt und am Rande der Lagune war noch eine Eisschicht zu sehen. Ausserdem hatte sich bei der Laguna Canapa und der zweiten Lagune wo wir waren, eine weiße Schicht Bor abgesetzt. Bei der Laguna Honda gabs dann Mittagessen bei einer super Aussicht auf die helle türkise Lagune.Zwischendurch haben wir ein paar total bekloppte Radfahrer gesehen, die eine hatte zusätzlich zum Gepäck sogar noch einen Hund vorne auf dem Fahrrad sitzen... Nach der Laguna hat man gemerkt, dass man wieder Richtung Atacama Wüste kommt: Die Pflanzen wurden immer weniger. Auf 4700m haben wir ein Fotostopp gemacht. So windig war es in unserem ganzen Urlaub noch nicht. Und so staubig übrigens auch nicht,  konnte kaum noch aus meinem Fenster gucken, weil da so viel Staub dranklebte. Weiter gings zum Arbol de Piedra und von da aus noch ca zwanzig Minuten zur Laguna Colorado - die Lagune ist der Wahnsinn: Rot, orange, lila, blau, das weiße Bor und die ganzen Flamingos, insgesamt drei verschiedene Arten. Die Lagune liegt auf 4278m und ist im Schnitt 35cm tief. Das ist also unser höchstgelegener Schlafplatz.

10.10.13

Um acht ging es los Richtung Vulkan.  Zuerst eine Stunde zu den Mumien. Die haben sich finde ich echt gelohnt. Danach nochmal ca eine Stunde zum Aussichtspunkt.  Der anstrengende Weg hat sich echt gelohnt!  11:40 waren wir dann wieder am Hostel. Nach dem Essen sind wir durch den Salar Richtung Süden und weiter eine holprige Schotterpiste bis zum Hostel.  Kurz vorm Hostel ist von unserem Auto noch der Auspuff durchgebrochen ;-) Der Guide rief dann 'Trecker' und hat sich erstmal schlappgelacht. Der Auspuff wurde dann aber fachmännisch von ihm mit Metallrohr und Draht repariert. Dann haben wir im Hostel erfahren, dass wenn wir duschen wollen, dass das zehn Bolivianos kostet und wir abenda duschen müssen,  da über Nacht die Leitungen einfrieren. Marc und ich haben unser Duschgeld gespart und unfreiwillig kalt geduscht,  da die Batterie für heißes Wasser alle war und erst eine neue gekauft werden musste... Außer unserer Gruppe war noch eine andere da. Schon wieder alles Franzosen! Die eine hat es geschafft, sich im Klo einzusperren - das war immerhin unterhaltsam.  Unser komplettes Hostel ist übrigens aus Salz.  Außerdem viel schöner,  als das letzte Hostel.Das Essen war allerdings weniger gut diesmal. Die Südamerikaner bekommen einfach keine guten Pommes hin! Dagegen schmecken die bei McDonald's richtig gut.

9.10.13

Die Tour ging erst um elf los. Mit uns im Jeep gleich vier Franzosen (von denen trifft man hier sowieso ziemlich viele...). Zuerst haben wir uns schonmal unseren Ausreisestempel geholt. Mit etwas Verspätung ging es dann zum Cementerio de Trenes. Rostende Dampfloks und unendlich viele Touristen.  Danach weiter nach Colchani. Da wird Salz abgebaut und man kann Souvenirs aus Salz erstehen - haben wir aber nicht gemacht.  Als nächstes hat unser Guide uns blubbernde Salzaugen gezeigt und das allererste Hotel, welches aus Salz erbaut wurde. Inzwischen dient es aber nur noch als Wegweiser. Nach ein paar Kilometern wurde dann ein Fotostopp eingelegt, unser Guide hat währenddessen das Mittagessen vorbereitet: Quinoa, bisschen Gemüse,  Lamakotelett und natürlich Ketchup und Mayonnaise.  Nicht zu vergessen die Cola...Dann sind wir endlich beim Vulkan angekommen. Leider war niemand bei unserem Hostel (der Besitzer war seine Lamas vom Feld holen, weil es da Pumas gibt...) und wir mussten da noch ca drei Stunden warten. Mit der Organisation hat das da nicht so gut geklappt! Auf jeden Fall hat unser Guide dann festgestellt,  dass das mit dem Lamahirten noch länger dauern könnte, woraufhin wir 200 Meter in ein anderes Hostel gefahren sind. Das hätten wir auch früher haben können! Dann gab es immerhin schön eine Riesenschüssel mit Keksen und Tee. Danach eine Gemüsesuppe, Hähnchenschnitzel (habe noch nie so ein dünnes Schnitzel gesehen), weniger leckeres Kartoffelpüree und ein paar Scheiben Tomaten. Die Betten waren dort mehr als nur durchgelegen, die Duschen habe ich mir lieber erst gar nicht angeguckt... Aber die Nacht war trotzdem erholsam und nicht so kalt wie erwartet.

8.10.13 - 17:50

Gestern abend wollten wir eigentlich noch auf den Turm der Iglesia San Francisco,  von da aus soll man einen super Blick auf den Cerro und Potosi haben. Aber irgendwie konnten wir dann doch nicht mehr rauf,  als wir dann da waren. Haben danach dann richtig toll gegessen, Quinoa Suppe und danach Spaghetti.  Ich freu mich schon wieder auf deutsches Essen :-) Irgendwann hängt einem dieses Einheitsessen zum Hals raus. Heute Vormittag sind wir dann nach Uyuni gefahren. Sind mit einem Taxi zum Terminal gefahren, bei dem es sich anfühlte,  als würde es jeden Moment auseinander fallen. Ich find es immer noch jedes mal interessant, wenn dann vor der Abfahrt so viele Leute noch in den Bus kommen und z.B. Wackelpudding, Eis, Popcorn oder Chips verkaufen wollen. Unterwegs hab ich ganz viele Lamas gesehen,  aber so interessant wie am Anfang sind die auch nicht mehr.  Dann kamen zwischendurch mal wieder ein paar weiße Sanddünen, dann wieder Gestein und Kakteen.Uyuni ist ein ziemlich kleines Dorf und man fragt sich wirklich, warum man hier leben will. Eben haben wir eine Tour gebucht für den Salar. Morgen um 11 geht es los. Samstag sind wir dann in San Pedro de Atacama, Chile. Denke mal nicht,  das wir zwischendurch Internet haben ;-)

7.10.13 - 14:10

Wir haben heute eine Tour durch eine Mine gemacht. Früher wurde dort mal Silber abgebaut, jetzt nur noch Zink. Zuerst waren wir auf dem Miners Market. Das ist der einzige Ort der Welt, wo man legal Dynamit kaufen kann! Da haben wir dann ein bisschen Zuckerwasser mit Geschmack und Coca Blätter als Geschenke für die Minenarbeiter gekauft. Danah ging es zu der sehr alten Mine Rosario. War sehr interessant,  aber schrecklich,  wie die Minenarbeiter arbeiten. Meist ohne Mundschutz bei 25 Grad. Nach zwei Stunden war ich froh wieder draußen zu sein. Meistens ging es durch ziemlich tiefe Gänge,  da war dann weniger angenehm. Immerhin haben wir Schutzkleidung bekommen und haben uns einen Atemschutz gekauft. Wer weiß was wir alles eingeatmet haben.Danach gings unter die kochend heiße Dusche. Naja, lieber zu heiß als zu kalt ;-).

6.10.13 - 18:45

Es gab doch eine Feier. Die sind mit einem ziemlich großen Umzug Richtung Kirche gelaufen und haben sich dabei beworfen. War aber nicht so spektakulär ;-)

6.10.13 - 11:30

Bis jetzt hab ich leider noch niemanden gesehen, der sich mit Blumen und Konfetti beworfen hat...

6.10.13 - 8:15

Hatten uns ja vor zwei Tagen schon ein Ticket nach Potosi gekauft. Zehn Stunden Busfahrt für nur vier Euro. Allerdings war mir das nicht so geheuer und das wäre ein ganz normaler Bus gewesen,  wie wir im Nachhinein festgestellt haben. Haben uns also entschieden, am Terminal einen neuen Bus zu suchen. Da standen schon ne Menge Leute, die noch Bustickets verkaufen wollten. Als wir darauf reagiert haben,  wurde uns sogleich von zwei Frauen ein Ticket für 5 Euro angeboten, 1. Klasse. Wurden dann auch gleich zum Schalter gezerrt. Saßen dann auch mal wieder ganz vorne oben im Doppeldecker - so bringt Busfahren Spaß :-)Allerdings hab ich es immer noch nicht geschafft, eine gute Schlafposition zu finden. Sind um halb sechs angekommen, haben ein Taxi zum Hostel genommen, wo aber niemand aufgemacht hat. Beim zweiten ist nichts mehr frei und nun sind wir im Hostal Compañia de Jesús gelandet. Heute gucken wir uns dann erstmal Potosi an.

5.10.13 - 10:15

Gestern haben wir ein bisschen entspannt :-) Eingekauft, gut gegessen für knapp drei Euro. Heute abend fahren wir mit dem Bus nach Potosi. Bis dahin müssen wie noch die Zeit irgendwie rumkriegen.  Werden wohl noch ein paar Läden durchstöbern und uns dann wieder in unser Café setzen. Mein Rucksack ist nun total voll! Darf nur noch Kleinigkeiten kaufen, aber Argentinien und Chile wird eh zu teuer um noch irgendwas extra zu kaufen ;-) Laut Reiseführer bewerfen sich die Einwohner Potosis am ersten Sonntag im Oktober mit Blumen und Konfetti. Warum, weiß ich nicht, aber ich bin gespannt...

3.10.13 - 18:00

Unsere Tour heute beinhaltete ein Continental Breakfast. Der Busfahrer und unser Guide haben dann bei unserem Mountainbikestartpunkt einen Tisch rausgeholt - mit Tischdecke - und dann haben wir dort kurz gefrühstückt.  Die ersten 20km gings abwärts auf einer asphaltierten Straße.  War ziemlich kalt da oben. Weiter ging es acht Kilometer zur Death Road. Von da an war es dann Schotterpiste.  Beziehungsweise zunächst Schlammpiste und ich war froh,  dass wir eine Hose und Jacke von unserem Touranbieter bekommen haben. Hätte mir die Straße zum Fahrradfahren gefährlicher vorgestellt. Aber wenn man vorsichtig fährt und sich vor allem nicht selbst überschätzt,  dann ist das eigentlich in Ordnung. Man hat auch gar nicht so einen großen Blick für den Abgrund links (mussten auf der linken Seite fahren, weil auf der Death Road Linksverkehr herrscht), weil man sich eher auf das Radfahren konzentriert muss. Allerdings hat uns unser Guide erzählt,  dass erst Sonntag jemand aus seiner Gruppe abgestürzt ist... Wir sind auf jeden Fall gut unten angekommen, ich fand man Fahrrad auch ziemlich gut :-) Sind übrigens vom Schnee in den Nebelwald gefahren - tolle Erfahrung. Da gabs dann ganz viele Farne (auch rote zum Teil), Bananenstauden und ganz viel anderes Grün. Und viele verschiedene schöne Schmetterlinge. Konnte nur leider kein Foto von denen machen, weil die sich nie hingesetzt haben. Hatten auch ziemlich Glück mit dem Wetter, meistens Nebel,  manchmal Sonne. War nachher auch so schon ziemlich heiß. Unten gabs dann erstmal eine Dusche und danach ein recht einfaches  Buffet. Dann fing es an zu regnen und wir mussten auch wieder die vierstündige Busfahrt nach La Paz antreten. Aber wegen des Linksverkehrs sind wir ja ein Glück auf der Bergseite gefahren! Während der Fahrt nach oben konnte man dann auch die ganzen vielen Todeskreuze sehen..Wir sind aber nun gut und müde wieder in La Paz angekommen. Auch wenn es fast nur bergab ging, der Tag war ganz schön anstrengend.

2.10.13 - 19:30

Heute früh wurden wir wieder von einem klapprigen Bus abgeholt, um auf den Chakaltaya zu fahren. Die Fahrt auf den Berg sollte 1.5 Stunden dauern. Habe mich zunächst gewundert, aber bei der zum Teil einspurigen Schotterpiste - kein Wunder! Diesmal saßen wir allerdings nur mit 13 Leuten in einem Bus (bedeutet aber trotzdem nicht mehr Platz).Landschaftlich hat der  Altiplano nicht viel zu bieten: Diese typischen hellen Grasbüschel und keine Bäume. Nur die Berge bieten ein bisschen Abwechslung. Auf 5150 Metern sind wir angehalten und konnten die letzten 150 Höhenmeter zu Fuß zum Gipfel klettern. War ziemlich anstrengend - hat sich aber definitiv gelohnt. Danach gings weiter zum Valle de la Luna. Sah auch ziemlich beeindruckend aus, die durch Erosion entstandenen Erd- und Steintürme. Morgen früh geht es zunächst zum 4725 Meter hoch gelegenen Paso La Cumbre. Von da aus fahren wir mit dem Fahrrad die einst gefährlichste Straße der Welt ca 3400 Höhenmeter runter nach Yolosa. Vor uns wird ein Auto fahren, das uns warnt, wenn Gegenverkehr kommt. Bin gespannt ;-) Unten angekommen gibt es dann Dusche, Pool und Mittagessen. Danach mit dem Auto wieder nach La Paz.

1.10.13 - 15:30

Tiwanaku heute war für mich ein kleiner Reinfall. Man sieht ein paar Steinhaufen, Keramiken,  eine riesige und ein paar kleine Steinmänner. Von dem größten,  der ist bestimmt 3m hoch, durfte man aber leider kein Foto machen. Waren dann aber immerhin eine Stunde auf dem Gelände.  Zurück konnten wir dann gleich ein Collectivo nach La Paz nehmen. Die Collectivos sind hier so groß wie ein alter VW Bus. In 5 Reihen werden da dann 15 Leute reingequetscht. Pech hat man dann, wenn neben einem einer Oma sitzt, die hier meistens ordentlich was auf den Rippen haben...Rückfahrt sind wir nur bis El Alto gefahren und es hat ewig gedauert, bis wir ein Taxi gefunden haben, dass uns Richtung Altstadt gefahren hat. Mussten uns von da an noch ein neues Taxi zum Hostel suchen. 

1.10.13 - 6:45

Wir haben uns gestern ein bisschen La Paz angeguckt.  Eine richtige Altstadt wie in Lima gibt es aber nicht. Dafür aber ganz viele Märkte.  Sind unter anderem zum Mirador Killi-Killi hochgefahren und hatten einen tollen Blick auf La Paz. Die Stadt ist riesig.  Nach dem Frühstück wechseln wir erstmal unser Hostel, von unserem jetzigen sind wir nicht so begeistert.  Das neue liegt auch nur 100m entfernt.

Danach fahren wir zu den Tiwanaku Ruinen, ca 70km entfernt. 

29.9.13 - 14:00

Die Hälfte unseres Urlaubs ist schon rum. Die Fahrt von Copacabana nach La Paz soll eine der schönsten Strecken der Anden sein. Ca die Hälfte der Strecke ging am Titikakasee entlang - aber nach dem Ausblick gestern von der Isla del Sol kann einen so schnell nichts mehr beeindrucken. Zunächst mussten wir mit der Fähre über den Titikakasee (nur ein ganz kleines Stück). Die Fähre war eigentlich nur ein klappriges Floß mit niedrigen Seitenwänden und einem kleinen Motor ( vom Zustand her war unser Bus übrigens ähnlich,  aber für 2, 50 € für drei Stunden Busfahrt darf man wohl nicht allzu viel erwarten). Ich war ganz froh, dass wir nicht im Bus sitzen bleiben durften, sondern mit einem Boot rüber gefahren sind. Nun sind wir gerade angekommen,  einfaches Hostel, aber günstig und man kann schlafen :-)

28.9.13 - 19:30

Heute früh sind wir zur Isla del Sol gefahren. Fahrt hat 1.5 Stunden gedauert, die haben es hier nicht so mit schnellen Booten. Zuerst sind wir von dem Hafen Richtung Norden der Insel gelaufen, da standen ein paar Ruinen aus der Tiwanaku Zeit - waren allerdings nicht so spannend. Dafür war der Ausblick auf den See umso beeinduckender!! Wir konnten bis nach Puno gucken und auf der anderen Seite sah man am Horizont wiedet die schneebedeckten Berge. Von da aus sind wir dann ca 9km in den Süden der Insel gewandert. Danach ging es mit dem Boot zurück nach Copacabana. Dieser Tagesausflug hat uns pro Person ungerechnet ca 6, 50 € gekostet ;-) 

Morgen früh geht es weiter nach La Paz. 

27.9.13 - 16:45

Sind jetzt in Copacabana, nur noch sechs Stunden Zeitverschiebung. Über die Grenze lief alles problemlos. Unset Hostel kostet für ein Doppelzimmer ca 6€. Heute Mittag gab es erstmal keinen Strom, der Bankwächter hat für uns extra den Automaten zum Laufen gebracht. Sind heute dann auch schon einen Berg raufgeklettert und hatten eine tolle Sicht auf den Titikakasee und Copacabana. Leider sind zu der Zeit schon Wolken aufgzogen. Habe auch schon gleich einen schicken Pulli gekauft, mein Rucksack füllt sich so langsam ;-)